Wer 3CX ablöst, muss Rufnummern, Ansagen, Warteschleifen und die CRM-Kopplung ohne Ausfall mitnehmen. Am ersten Tag nach der Umschaltung sollen Öffnungszeiten und Sprachmenüs so greifen wie vorher, und das CRM-System soll weiter wissen, wer anruft. Die Anrufaufzeichnungen sollten in einer Rechtsordnung liegen, die im Vertrag steht.
Die zehn 3CX-Alternativen in diesem Vergleich unterscheiden sich vor allem in sieben Punkten: Betriebsmodell, Hosting, Umgang mit den Daten, Netzanbindung, Contact-Center-Funktionen, tägliche Verwaltung und Betreuung durch das Systemhaus. Dieser Überblick richtet sich an IT-Verantwortliche im Mittelstand und an Systemhäuser, die heute 3CX betreuen. Ein Anbieter, der sich konform zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nennt, sollte das mit Unterlagen belegen können. KI hilft inzwischen bei Transkription, Zusammenfassung und Routing, ist aber eine Zusatzfunktion neben Telefonanlage, Aufbewahrungsregel und Migrationsplan.
Was eine 3CX-Alternative leisten muss

Eine 3CX-Alternative übernimmt die Aufgaben Ihrer bestehenden Anlage: Nebenstellen, Sprachmenüs, Warteschleifen, Zeitsteuerung, SIP-Trunks, Softphone und Tischtelefone. Im Funktionsvergleich fehlt oft die zweite Hälfte. Wer betreibt den Server? Wer ändert eine Rufumleitung, wenn die Kollegin am Empfang krank ist? Und in welchem Rechenzentrum liegen die Aufzeichnungen?
3CX gibt es als On-Premise-Installation, auf einem selbst gemieteten Server oder in einer von 3CX gehosteten Variante. Viele Häuser betreiben die Anlage selbst und kümmern sich auch um Updates und Sicherungen. Bei einer Cloud-Telefonanlage übernimmt der Anbieter Betrieb und Updates, und Sie konfigurieren im Browser. Bei einer Störung ruft Ihr Team den Anbieter an. Beide Modelle stellen wir in On-Premise oder Cloud gegenüber. Die Grundbegriffe erklärt der Beitrag zur virtuellen Telefonanlage.
Wer 3CX betreibt, telefoniert in der Regel schon über SIP-Trunks. Beim Umstieg ändert sich dann vor allem, wer die Anlage betreibt und in welcher Oberfläche sie verwaltet wird. Alle zehn Plattformen unten beherrschen die Grundfunktionen einer Telefonanlage. Interessant wird es bei Hosting, Verwaltung und Preis.
1. Voxbi
Voxbi ist eine Cloud-Telefonanlage, die in unserem eigenen Netz in der Europäischen Union läuft. Im Voxbi Cockpit pflegen Sie Nutzer, Nebenstellen, Sprachmenüs, Warteschleifen, Routingregeln und Schließzeiten an einer Stelle. Für eine geänderte Feiertagsregel braucht niemand Zugriff auf das Betriebssystem eines Anlagenservers. Das spart vor allem Unternehmen mit mehreren Standorten Zeit, und ebenso den Systemhäusern, die solche Kunden betreuen. Voxbi nennt Einsätze von 5 bis über 5.000 Nutzern auf derselben Plattform.
Für Ihre Datenschutzprüfung reicht die Angabe zum Hosting allein nicht. Lassen Sie sich die vertraglichen und technischen Unterlagen geben: Standort der Daten, Unterauftragsverarbeiter, Aufbewahrungsfristen. Die Funktionsübersicht von Voxbi beschreibt Telefonanlage, Verwaltungswerkzeuge und Anbindungen im Detail.
Verwaltung im Browser
Voxbi zeigt Echtzeit-Dashboards, Aktivitätsverläufe und die Auslastung der Warteschleifen in einer Oberfläche. Anbindungen an Microsoft Teams und Odoo, Click-to-Call und eine REST-API ersparen Eigenentwicklung, wenn im Haus schon ein gepflegtes CRM-System steht. Vorhandene Tischtelefone lassen sich je nach Kompatibilität weiterverwenden. Wer seinen eigenen Netzbetreiber behalten will, bindet ihn über Bring Your Own Carrier (BYOC) an.
Transkription und automatische Gesprächszusammenfassung legen eine KI-Schicht über die Telefonie. Bewerten Sie diese Funktion anhand Ihrer internen Regeln zur Vertraulichkeit, zur Information der Gesprächspartner, zur Aufbewahrung und zu den Zugriffsrechten. Ob und wie der EU AI Act (die KI-Verordnung der Europäischen Union) Ihren Anwendungsfall erfasst, klären Sie anhand der Anbieterdokumentation und Ihrer eigenen Einordnung.
Für den Angebotsvergleich: Ein Angebot wird erst vergleichbar, wenn es den Portierungsumfang, die Übernahme der 3CX-Szenarien, die Audiotests, die Aufbewahrung der Aufzeichnungen und die Rückfallebene auf die alte Anlage benennt.
Voxbi veröffentlicht seine Preise auf der Preisseite (Stand Oktober 2026). Die Self-Service-Linie Voxbi One beginnt mit einem kostenlosen Tarif für bis zu drei Nutzer, der Tarif Starter kostet 1,20 € pro Nutzer und Monat, Gespräche werden minutengenau abgerechnet. Voxbi Managed ist die betreute Linie mit Telefonsupport und einer Service-Level-Vereinbarung (SLA). Kaufen können Sie direkt bei Voxbi oder über ein zertifiziertes Systemhaus oder einen Reseller, der Einrichtung und Portierung übernimmt.
Website: Voxbi
2. Aircall
Aircall zielt auf Vertriebs- und Supportteams und denkt Telefonie vom Arbeitsplatz der Agenten her. Es gibt Anwendungen für Desktop und Mobilgeräte, Click-to-Call und viele Anbindungen an CRM- und Helpdesk-Systeme. Mit den Konnektoren zu Salesforce, HubSpot und Zendesk und der offenen API landet ein Anruf schneller beim richtigen Kundendatensatz und im Ticketsystem.
Das Cloud-Modell nimmt Ihnen den Betrieb der Anlage ab. Aufzeichnung, Sprachmenü, Warteschleifen und Auswertungen sind vorhanden, ihr Umfang hängt vom gebuchten Paket ab. KI-Agenten für Chat und Telefonie kommen als Zusatz dazu und werden teils nach Nutzung abgerechnet.
Schnell für Fachbereiche, begrenzt bei detaillierter SIP-Verwaltung
Ein Team ohne Telefonie-Vorwissen findet sich in Aircall schneller zurecht als in einer Oberfläche mit detaillierter SIP-Konfiguration. Wer Hosting, Trunks und Infrastrukturregeln selbst bestimmen will, stößt dagegen an die Grenzen des betreuten Modells. Wo Aufzeichnungen und Transkripte gespeichert werden, gehört deshalb in den Vertrag.
Laut der Preisseite von Aircall setzen die Tarife Essentials und Professional mindestens drei Lizenzen voraus (Stand Oktober 2026). Für sehr kleine Teams kann das schon das Ausschlusskriterium sein. Manche Gesprächstarife, Optionen und Volumen gibt es nur auf Anfrage. Wer viele Abläufe über das CRM-System steuert, sollte vor dem Umzug den Abgleich mit Aircall an echten Datensätzen testen.
Website: Aircall
3. Ringover
Ringover verbindet Unternehmenstelefonie mit Contact-Center-Funktionen und weiteren Kanälen, darunter WhatsApp und SMS. Für diese Kanäle gelten andere Regeln als für Sprachanrufe. Aufbewahrung, Einwilligung und Zugriffsrechte legen Sie dafür getrennt fest.
Zum Angebot gehören internationale Rufnummern, SIP-Funktionen, CRM-Anbindungen und Auswertungen in Echtzeit. Auf seiner Sicherheitsseite nennt Ringover 17 Rechenzentren weltweit, davon fünf in Frankreich (Stand Oktober 2026). Bei einem solchen Netz kommt es darauf an, welcher Standort Ihre Aufzeichnungen, Backups und Transkripte tatsächlich hält. Lassen Sie sich das je Dienst bestätigen.
Mehrere Kanäle in einer Oberfläche
Für Vertrieb, Kundenservice und kleinere Contact-Center, die mehrere Kanäle in einer betreuten Oberfläche bündeln wollen, passt Ringover gut. Bei Standardbedarf bleibt das Paket übersichtlich. Kommen Mehrkanalbetrieb oder hohes Volumen dazu, folgt meist ein individuelles Angebot, und die Gesamtkosten lassen sich schwerer vergleichen.
Spielen Sie in der Demo einen Kundenkontakt durch, der über Telefon und WhatsApp läuft, und sehen Sie nach, wo beide Teile gespeichert werden.
Website: Ringover
4. OVHcloud VoIP
OVHcloud richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die Telefonie, Internetanschluss und Cloud-Umgebung bei einem Anbieter bündeln wollen. Das VoIP-Angebot umfasst SIP-Trunks, ein Sprachmenü mit Begrüßung und Wartemusik, Zeitpläne und das Softphone Softcall für Rechner und Mobilgerät. Ansagen je nach Uhrzeit und Wartezeit gibt es über die Zusatzoption Contact Center Solution. Interessant ist das vor allem für Häuser, die schon Anschluss oder Hosting bei OVHcloud haben.
Der Reiz liegt im Modell des Netzbetreibers. Mit weniger Lieferanten zwischen Anschluss, Hosting und Telefonie sparen Sie Schnittstellen und Abstimmung. Dafür hängen Sie stärker an einem einzigen Anbieter. Die Tarife stehen öffentlich auf der Produktseite, von 0,99 € bis 14,99 € netto pro Monat (Stand Oktober 2026). Die Dokumentation verteilt sich dagegen auf mehrere Seiten.
Telefonie und Anschluss aus einer Hand
Das Angebot passt besser zu Cloud-Telefonie mit Anschluss als zu einem Contact-Center mit vielen Auswertungen. KI-Funktionen und Contact Center as a Service (CCaaS) stehen weniger im Mittelpunkt als bei Anbietern, die ganz auf Unified Communications as a Service (UCaaS) setzen. Trennen Sie deshalb den Pflichtbedarf, etwa die Anrufverteilung, vom späteren Ausbau wie einer detaillierten Gesprächsanalyse.
Bei Standorten außerhalb Frankreichs lohnt ein Blick auf die geografische Rufnummernabdeckung. Zu den Kosten zählen neben dem Lizenzpreis auch Anschluss, Geräte und Gesprächsminuten.
Website: OVHcloud VoIP (auf Französisch)
5. Keyyo
Keyyo gehört zu Bouygues Telecom Entreprises und bietet kleinen und mittleren Unternehmen eine gehostete Telefonanlage, im Telekomjargon Centrex genannt. Das Angebot verbindet Festnetztelefonie, Fest-Mobil-Konvergenz, Internetanschluss und Kollaborationswerkzeuge. Keyyo Connect für Chat und Keyyo Visio für Videokonferenzen ergänzen die Anlage, wenn Ihr Team mit weniger Anwendungen auskommen soll.
Für seine Telefonanlage wirbt Keyyo mit mehr als 50 Telefoniefunktionen. Die Zahl sagt wenig. Sie verrät nichts über die Tiefe einer Funktion, ihre Verfügbarkeit im jeweiligen Paket oder den Aufwand, sie vor Ort einzurichten.
Ein fertiger Telekomdienst von Bouygues
Wer einen Netzbetreiber mit eigener Infrastruktur und Betreuung in Frankreich sucht, findet hier eine stimmige Ablösung für eine selbst verwaltete Anlage. Keyyo verkauft einen fertigen Telekomdienst mit wenig Spielraum für eigene Anpassungen. Die virtuelle Telefonanlage kostet laut Keyyo 15,90 € netto pro Monat ohne Mindestlaufzeit (Stand Oktober 2026).
Ältere Preisreferenzen und Altverträge sollte Keyyo neu bestätigen. Wenn Sie Microsoft Teams nutzen, testen Sie im Pilot auch die Teams-Anbindung.
Website: Keyyo (auf Französisch)
6. Dstny
Dstny bietet Cloud-Telefonie, SIP-Trunks, UCaaS, Netzanbindung und Sicherheitsdienste. Über sein Partnernetz begleitet der Anbieter das Ausrollen. Das passt zu Unternehmen, die Unterstützung erwarten und kein Selbstbedienungsabo suchen. Dstny ist in mehreren europäischen Ländern vertreten.
Auf seiner französischen Website nennt Dstny georedundante Rechenzentren, die vollständig in Frankreich stehen. Für einen Vertrag in Deutschland lassen Sie sich das eigens bestätigen. Die vertragschließende Gesellschaft und der Ort der Backups sind die ersten Fragen an den Vertrieb.
Viele Standorte in mehreren Ländern
Dstny passt, wenn Telefonie, Netz und Sicherheit vom selben Anbieter kommen sollen. Teams-Integration, Fest-Mobil-Konvergenz und die Präsenz in mehreren Ländern helfen Unternehmensgruppen mit Auslandstöchtern. In Deutschland verkauft Dstny über seine Marke Easybell, die Einstiegspreise öffentlich nennt: die Cloud-Telefonanlage ab 9,95 € pro Monat, den SIP-Trunk ab 1,95 € pro Monat (Stand Oktober 2026). Pakete über mehrere Länder oder mit Partnerbetreuung laufen weiter über ein Angebot.
Ihr Partner sollte im Vertrag trennen, was Telefonanlage ist, was SIP-Trunk, was Anschluss und was Support. Ohne diese Trennung landet eine Netzstörung als Anwendungsfehler im Ticket, oder eine Routingänderung erscheint als unerwartete Dienstleistung auf der Rechnung. Der Portierungsplan braucht Tests je Standort und je bisherigem Netzbetreiber.
Website: Dstny, in Deutschland Easybell
7. NFON Cloudya
Cloudya von NFON ist eine europäische Cloud-Telefonanlage mit Funktionen für Unified Communications (UC). Cloudya bringt Softphones für Web und Mobilgeräte, SIP-Trunks und ein Contact-Center-Modul mit. Durch den modularen Aufbau starten Sie mit reiner Telefonie und buchen Contact-Center-Funktionen später hinzu.
Die deutsche Herkunft und die europaweite Präsenz erleichtern das Gespräch über europäische Anforderungen. Für Gespräche, Aufzeichnungen, Metadaten und Backups kann der Speicherort trotzdem verschieden sein.
Modularität entscheidet über die Gesamtkosten
Dank des modularen Zuschnitts müssen Sie das Projekt nicht vom ersten Tag an zu groß planen. Die Kostenfrage wandert dafür in die Details: Module, Trunks, Rufnummern, Aufzeichnung und Support. Vollständige Listenpreise sind selten öffentlich, meist führt der Weg über den Fachhandel.
Für Systemhäuser zählt, welche Rechte sie in der Verwaltung delegiert bekommen. Die Nutzer sollten das Softphone auf ihren gewohnten Geräten testen, gerade im Homeoffice und an Standorten mit schwankender Leitungsqualität.
Website: NFON
8. Wildix
Wildix entwickelt eine Plattform für Telefonie und Unified Communications, die auf Web Real-Time Communication (WebRTC) aufbaut und damit direkt im Browser läuft. Wildix verkauft sie über zertifizierte Systemhäuser. Weil alles im Browser läuft, brauchen die Arbeitsplätze keine schweren Installationen. Web-, Mobil- und Desktop-Anwendungen, Anlagenpakete und ein Marktplatz für Erweiterungen reichen von der Haustelefonie bis zur Contact-Center-Analyse.
Mit Kite bietet Wildix Kundenmessaging über mehrere Kanäle, x-caracal liefert Analysen für das Contact-Center. Transkription und KI-Funktionen hängen vom Modul und vom Partner ab. Wer strenge Vorgaben erfüllen muss, bewertet Sprachdaten, Transkripte und die eingesetzten KI-Dienste deshalb getrennt.
Der Partner ist Teil des Produkts
Für ein Systemhaus, das seinen Kunden eine durchgängige Weboberfläche und Branchenerweiterungen anbieten will, passt Wildix gut. Das indirekte Modell bringt allerdings Qualitätsunterschiede zwischen den Partnern mit sich. Wie gut Anforderungsaufnahme, Konfiguration und Support laufen, hängt vom ausgewählten Systemhaus ab.
Wildix hat eine Seite zu Lizenzmodellen und Preisen, nennt dort aber keine Beträge (Stand Oktober 2026). Ein Pilot prüft, wie sich WebRTC hinter der Firewall verhält, wie die Sprachqualität ist und wie stabil der Dienst an jedem Standort läuft.
Website: Wildix
9. Microsoft Teams Phone
Microsoft Teams Phone erweitert Teams um Telefonie. Für die Anbindung an das öffentliche Telefonnetz nennt Microsoft vier Modelle: Anrufpläne mit Microsoft als Netzbetreiber, Operator Connect über einen zertifizierten Netzbetreiber, Teams Phone Mobile und Direct Routing mit einem eigenen Session Border Controller (SBC). So können Sie beim bisherigen Netzbetreiber bleiben. Die Planung wird dadurch aber anspruchsvoller als bei einem UCaaS-Dienst aus einem Guss.
Durchwahlen, Rufgruppen, Warteschleifen und ein einfaches Sprachmenü sind enthalten. Rufnummern weisen Sie im Teams Admin Center zu, was IT-Abteilungen entlastet, die schon vollständig mit Microsoft 365 arbeiten. Wie sich Weiterleitungen dabei planen lassen, zeigt der Beitrag zur Anrufweiterleitung.
Die erste Wahl in einer Microsoft-365-Umgebung
Teams Phone ist schlüssig, wenn Ihre Mitarbeitenden den Arbeitstag ohnehin in Teams verbringen und Sie weniger Oberflächen wollen. Datenstandort, Aufbewahrung und Support hängen dabei davon ab, ob Sie einen Anrufplan, Operator Connect oder Direct Routing wählen.
Das größte Risiko liegt in den Lizenzen und der Architektur. Ihr Partner muss SBCs, Trunks, Rufnummern, Warteschleifen, Notrufregeln und Ausfallszenarien in einem Plan festhalten. Ob Teams Phone für ein ausgebautes Contact-Center reicht, prüfen Sie vorab. Wenn nicht, kommt eine spezialisierte Lösung dazu, wie sie der Beitrag zur Call-Center-Software beschreibt.
Website: Microsoft Teams Phone
10. RingCentral RingEX
RingEX von RingCentral ist eine internationale UCaaS-Plattform für Telefonie, Nachrichten und Videokonferenzen. Sie zielt auf Organisationen mit vielen Standorten, die Unternehmensfunktionen, Integrationen von Drittanbietern, Auswertungen und Contact-Center-Funktionen brauchen. Damit deckt RingEX internationale Szenarien ab, die eine lokale Telefonanlage überfordern.
Zum Paket gehören Unternehmenstelefonie, Online-Fax, Nachrichten, Video, Analysewerkzeuge und Contact-Center-Module. Dazu kommen Tarife für internationale Gespräche und Minutenpakete. Speicherort der Aufzeichnungen, Rechtsordnung der Unterauftragsverarbeiter und die Regeln für Übermittlungen aus der Europäischen Union stehen nicht in dieser Funktionsliste und gehören in die Vertragsprüfung.
Großer Funktionsumfang, schwierige Budgetplanung
RingEX passt zu Unternehmen, die eine weltweite Plattform und viele fertige Anbindungen wollen. Dafür wird die Budgetplanung unübersichtlich, sobald Länder, Volumen, Module und Aktionsangebote variieren. Preise in Euro erscheinen nicht immer auf der Preisseite, ein Vertriebsgespräch kommt also meist dazu.
Im Pilot lohnen sich bei RingEX vor allem Tests mit internationalen Rufnummern und mehreren Standorten. Für den Ausfall eines Standorts brauchen Sie unabhängig vom Anbieter einen Notfallplan.
Website: RingCentral
Die zehn 3CX-Alternativen im Vergleich

Eine 3CX-Alternative auswählen, ohne die Migration zu unterschätzen

Käufer vergleichen heute selten nur Funktionen. Sie bewerten die Verwaltung, die Anbindungen, den Datenstandort, die Betreuung und die laufenden Kosten. Damit rücken zwei Fragen nach vorn: Wer trägt den Betrieb? Und wie regelt der Vertrag einen späteren Wechsel?
Beim Datenschutz beginnt die Prüfung mit dem Speicherort und den Übermittlungen. Stützt sich eine Übermittlung aus dem Europäischen Wirtschaftsraum auf ein Instrument nach Artikel 46 DSGVO, etwa auf Standardvertragsklauseln, brauchen Sie eine Transfer-Folgenabschätzung, sofern weder ein Angemessenheitsbeschluss noch eine Ausnahme greifen. Wie das geht, beschreibt der Europäische Datenschutzausschuss in seinen Empfehlungen 01/2020 zu ergänzenden Maßnahmen, deren endgültige Fassung vom 18. Juni 2021 stammt. Für Aufzeichnungen und Transkripte zählt das am meisten, weil dort Gesprächsinhalte liegen.
Wer mit einer souveränen Cloud wirbt, sollte drei Dinge einzeln belegen: den physischen Standort der Daten, die betreibende Gesellschaft und das anwendbare Recht. Ein Anbieter, der in der Europäischen Union hostet, aber einer Konzernmutter untersteht, die Herausgabepflichten nach dem Recht eines Drittstaats unterliegt, erfüllt den ersten Punkt, beim dritten aber womöglich nicht. Fragen Sie deshalb auch nach der vertragschließenden Gesellschaft. Für die Informationssicherheit eines Cloud-Dienstes gibt es in Deutschland den Kriterienkatalog C5 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Er beschreibt Mindestanforderungen, und ein Testat danach können Sie in Ihre eigene Risikoanalyse übernehmen. Fragen Sie jeden Anbieter, ob er eines hat.
Ein Entscheidungsraster für die letzte Runde
Daten und Konformität. Verlangen Sie die Hosting-Region für Gespräche, Aufzeichnungen, Metadaten, Backups und Transkripte, dazu die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die Übermittlungsmechanismen.
Wichtige Anbindungen. Testen Sie die Verbindungen, die Sie wirklich nutzen, ob zu Microsoft Teams, Odoo, Salesforce, HubSpot, Zendesk, Ihrem ERP-System oder dem Ticketsystem. Ein Eintrag im Marktplatz ist dafür kein Beleg.
Contact-Center. Eine Vermittlung mit Warteschleifen und Sprachmenü ist etwas anderes als eine Plattform mit Überwachung, Auswertung, Aufzeichnung, Qualitätskontrolle und Abläufen für Agenten.
Betriebsmodell. Zur Wahl stehen ein Netzbetreiberdienst, eine vom Systemhaus verwaltete Cloud-Software, eine vollständige UCaaS-Plattform oder eine Architektur, die einzelne Komponenten im Haus behält.
Bindung an Microsoft 365. Wenn Ihr Team den Tag in Teams verbringt, vereinfacht Teams Phone die Bedienung. Direct Routing und SBCs verlangen dann eine sorgfältige Planung.
Fähigkeit des Partners. Prüfen Sie Migrationsreferenzen, SIP-Kenntnisse, Portierungserfahrung, Netztests, Support nach der Umschaltung und ob der Partner mehrere Kunden parallel betreuen kann.
Preistransparenz. Fordern Sie ein Angebot, das Lizenzen, Rufnummern, Gesprächsminuten, Hardware, Anbindung, Portierung, Schulung, Support und Erweiterungen einzeln ausweist. Diese Liste gilt für jeden der zehn Anbieter oben.
Am Anfang der Migration steht eine Inventur. Abgeschaltet wird die alte Anlage erst ganz am Schluss. Erfassen Sie Nutzer, Durchwahlen, Warteschleifen, Zeitpläne, Ansagen, Rufgruppen, Überlaufregeln, Aufzeichnungen, Endgeräte und Anbindungen. Danach baut Ihr Systemhaus die wichtigsten Szenarien in einer Pilotumgebung nach. Es prüft ankommende und abgehende Gespräche, kontrolliert die Sprachqualität und hält eine Rückfallebene bereit, falls die Umschaltung scheitert. Wenn Ihr Vertrieb mit einem CRM-System arbeitet, testen Sie im Pilotbetrieb auch, ob die Anrufdaten im Lead-Management ankommen.
Voxbi lohnt eine eigene Bewertung, wenn Hosting in der Europäischen Union, zentrale Verwaltung im Browser und Betreuung durch ein Systemhaus für Sie Priorität haben. Die Angaben zu Konformität, Verschlüsselung und Standort lassen Sie sich trotzdem in den Vertragsunterlagen bestätigen, passend zu Ihrer Branche. Erst dann haben die IT-Abteilung, der Datenschutzbeauftragte oder der öffentliche Einkauf eine Zusage in der Hand, mit der sie arbeiten können.
Am Ende entscheiden ein dokumentierter Pilot, ein vergleichbares Angebot und eine nachgewiesene Portierbarkeit vor dem Umschalttermin. Eine 3CX-Alternative lohnt sich nur, wenn sie Ihren Betriebsaufwand senkt und das Risiko nicht einfach zu den Daten, den Anbindungen oder dem Netzbetreibervertrag verschiebt. Voxbi bietet eine Cloud-Telefonanlage mit Hosting in der Europäischen Union, zentraler Verwaltung, Anbindungen an Microsoft Teams und Odoo und Betreuung durch zertifizierte Systemhäuser. Schreiben Sie an hello@voxbi.com und lassen Sie sich die Ablösung Ihrer 3CX-Installation an Ihren eigenen Szenarien zeigen.