Anrufmanagement im Unternehmen: Definition, Aufbau und Kennzahlen
Was Anrufmanagement umfasst, wie Routing, Warteschlangen und Überlauf zusammenspielen und an welchen Kennzahlen Sie ablesen, ob Anrufer bei Ihnen jemanden erreichen.
Was ist Voicemail? Der Unterschied zu Mailbox und Anrufbeantworter, der Weg einer Sprachnachricht durch die Cloud-Telefonanlage und was Unternehmen bei Datenschutz und Einführung beachten sollten.
Voicemail ist der Sprachspeicher Ihrer Telefonanlage. Sie nimmt Anrufe an, die gerade niemand entgegennehmen kann, zeichnet die Nachricht des Anrufers auf und meldet sie der Person, die sich darum kümmern soll. Privat kennen Sie das als Mailbox auf dem Handy. Im Unternehmen hängt an derselben Funktion mehr: Wer ist zuständig, bis wann wird zurückgerufen, und wie lange darf die Aufnahme gespeichert bleiben?
Dieser Leitfaden erklärt zuerst, was Voicemail ist und wie sie technisch funktioniert. Danach geht es um den Einsatz in einer Cloud-Telefonanlage: Funktionen, das Zusammenspiel mit Sprachmenü und Warteschlange, Datenschutz und Einführung. Er richtet sich an IT-Verantwortliche, Geschäftsführer und Integratoren in KMU und im Mittelstand.
Voicemail ist ein Dienst für Sprachnachrichten, der im Netz des Anbieters oder in der Telefonanlage läuft. Ein eigenes Gerät am Schreibtisch braucht es dafür nicht. Wer anruft und niemanden erreicht, hört eine Ansage, spricht nach dem Signalton und legt so eine Nachricht in einem Postfach ab. Der Empfänger hört sie später am Telefon ab, liest sie in einer App oder bekommt sie per E-Mail.
Im Alltag werden die drei Wörter oft gleich verwendet. Technisch sitzen sie an verschiedenen Stellen.
Anrufbeantworter: das klassische Gerät neben dem Festnetztelefon, früher mit Band, später mit Speicherchip. Die Nachricht liegt im Gerät selbst.
Mailbox: der digitale Anrufbeantworter des Mobilfunkanbieters. Laut Stiftung Warentest bekommt der Angerufene eine SMS, sobald jemand eine Nachricht hinterlassen hat, und ruft dann die Mailbox an, um sie abzuhören.
Voicemail: der Oberbegriff für Sprachnachrichten, die im Netz oder in einer Telefonanlage gespeichert werden. Im Unternehmen ist damit meist das Postfach in der Telefonanlage gemeint.
Auf dem Smartphone verschwimmen die Grenzen. Mit Visual Voicemail zeigt das iPhone alle Sprachnachrichten als Liste in der Telefon-App, und Sie spielen sie in beliebiger Reihenfolge ab, statt die Mailbox anzurufen. Seit iOS 18 schreibt Live Voicemail in Deutschland sogar mit, während der Anrufer spricht, allerdings nicht bei jedem Mobilfunkanbieter. Für Android bieten Telekom und O2 eigene Voicemail-Apps an (Überblick bei Stiftung Warentest).
Ein Voicemail-System im Unternehmen kennt dagegen Durchwahlen, Gruppen, Öffnungszeiten und Vertretungen. Anhand dieser Regeln entscheidet es, in welchem Postfach eine Nachricht landet und wer davon erfährt. Wie Sie selbst eine Nachricht hinterlassen, die beim Empfänger gut ankommt, steht im Beitrag Nachricht auf Mailbox hinterlassen.

Eine Sprachnachricht läuft durch die Cloud wie ein Brief durch ein Postamt. Das System bestimmt den Empfänger, schützt den Inhalt, ergänzt die Sendungsdaten und stellt die Nachricht zu. Im Einzelnen sieht das so aus:
Annahme des Anrufs. Der SIP-Trunk oder ein Gateway ins öffentliche Telefonnetz übergibt den Anruf an die Cloud-Telefonanlage. Ein Session Border Controller (SBC) am Netzrand prüft die Signalisierung und schirmt die interne Infrastruktur ab.
Weiterleitung zur Voicemail. Die Anlage prüft Durchwahl, Gruppe, Uhrzeit, Anwesenheit und Überlaufregel. Danach geht der Anruf ins persönliche Postfach, ins Team-Postfach oder in einen anderen Ablauf.
Ansage. Der Anrufer hört eine Ansage, die zu Sprache, Abteilung und Tageszeit passt. Für Geschäftszeiten, Betriebsurlaub und Feiertage lassen sich eigene Ansagen hinterlegen.
Aufnahme. Nach dem Signalton zeichnet die Plattform das Audio auf. Üblich sind die Codecs Opus oder G.711, je nach Gegenstelle und Kompatibilität.
Schutz und Speicherung. Die Datei wird verschlüsselt übertragen und dann in einem europäischen Rechenzentrum gespeichert, solange es die Richtlinie des Unternehmens vorsieht. Rufnummer, Uhrzeit und Dauer liegen getrennt im Index, damit die Suche schnell bleibt.
Benachrichtigung. Das System meldet die Nachricht per E-Mail, per Push in der App oder über die MWI-Lampe (Message Waiting Indicator) am Tischtelefon. Push-Meldungen an Apps laufen meist über HTTPS.
Abhören. Der Empfänger hört oder liest die Nachricht im Browser, auf dem Smartphone oder im Softphone. Über eine dokumentierte REST-API kann ein Fachsystem das Ereignis weiterverarbeiten.
Bis zur Ansage sollte der Anrufer nicht unnötig warten. In richtig dimensionierten Architekturen liegt die Latenz typischerweise unter 200 ms. Ob das auch bei Ihnen gilt, zeigt aber erst eine Messung mit Ihren eigenen Trunks, Standorten und Netzen.
Im Betrieb zählen drei getrennte Schritte: das Ablegen, die Meldung über eine neue Nachricht und das Abhören. Eine Nachricht kann sauber gespeichert sein, obwohl die Meldung nie ankommt. Umgekehrt kann sie gemeldet sein und sich trotzdem nicht abspielen lassen. Ihr Monitoring sollte deshalb jeden der drei Schritte einzeln prüfen.
Um 9:12 Uhr geht in der Zentrale ein Anruf für den Vertrieb ein. Das Sprachmenü hat das Anliegen schon erkannt, doch das Vertriebsteam sitzt im Meeting. Die Warteschlange versucht es bei mehreren Kollegen und gibt den Anruf dann an die Voicemail weiter. Der Anrufer bittet um ein Angebot bis zum Abend.
Bei einer klassischen Anlage blinkt danach eine Lampe am Tischtelefon. Der Zuständige hört die Aufnahme ab, notiert Namen und Nummer, sucht den Vorgang im CRM und überlegt, wer sich kümmert. Jeder dieser Handgriffe kostet Zeit, und jeder kann vergessen werden.
Eine gut eingebundene Cloud-Voicemail macht daraus ein Ereignis, mit dem das Team sofort arbeiten kann. Die Kollegin bekommt eine Push-Meldung aufs Smartphone und eine E-Mail mit der Audiodatei, je nach Einstellung auch mit Transkript. Dazu kommen Rufnummer, Uhrzeit, Länge der Nachricht und der Weg, den der Anruf durchs Menü genommen hat. Sie sieht auf einen Blick: Es geht um ein Angebot, nicht um eine Rechnung.
Eine brauchbare Sprachnachricht liefert so viel Kontext, dass jemand handeln kann, ohne intern erst nachzuforschen.
So bekommt jede Nachricht jemanden, der sie bearbeitet, und eine Regel, bis wann zurückgerufen wird. Der Support ordnet die Anfrage vor dem Rückruf ein. Der Vertrieb behandelt den Kontakt als heißen Lead. Eine Behörde bewahrt den Nachweis einer Anfrage so lange auf, wie es ihre Aktenordnung vorsieht.
Mit einer Cloud-Voicemail ordnen Teams Anfragen schneller ein, und es ist klar, wer zuständig ist. Später lässt sich nachvollziehen, was mit jeder Nachricht passiert ist.
Eine automatische Transkription macht die Nachricht lesbar, bevor jemand sie abhört. Sie hilft beim Einordnen, ist aber kein exaktes Protokoll. Bei Störgeräuschen, Eigennamen, Dialekten und Fachbegriffen verfälscht die Transkription schnell den Sinn. Zeigt das System einen Konfidenzwert an, sehen Sie, welche Stellen Sie im Audio nachhören sollten.
Benachrichtigungen sollten sich nach der Rolle richten. Wer Bereitschaft hat, bekommt eine Push-Meldung aufs Handy, die Verwaltung arbeitet ihre Nachrichten im gemeinsamen Postfach ab. Die Audiodatei kann als WAV oder MP3 an eine E-Mail angehängt werden. Bei vertraulichen Nachrichten genügt oft ein Hinweis per E-Mail ohne die Audiodatei. Eine Kopie in Microsoft Teams oder Slack ist im Alltag bequem. Sie bedeutet aber auch einen weiteren Speicherort, auf den mehr Menschen zugreifen.
| Funktion | Technische Beschreibung | Einsatz im Alltag |
|---|---|---|
| Benachrichtigung über mehrere Kanäle | Meldung per E-Mail, Push, App oder MWI-Lampe | Eine dringende Anfrage erreicht die Leitung sofort |
| Regeln für Rückruf und Eskalation | Rückruf, Eskalation oder Warnung je nach Abteilung | Eine liegengebliebene Nachricht geht an eine Vertretung |
| Team-Postfach | Gemeinsame Ablage mit festgelegten Rechten | Die Zentrale fängt Abwesenheiten und versetzte Arbeitszeiten auf |
| Grafische Ablaufansicht | Darstellung von Abläufen, Gruppen und Bedingungen im Portal | Der Integrator prüft den Weg eines Anrufs in Sekunden |
| Anwesenheitsabgleich | Abgleich der Status besetzt, abwesend und im Meeting | Die Anlage stellt Anrufe möglichst nicht zu Mitarbeitern durch, die gerade nicht da sind |
Rückruffristen sollten zur Abteilung passen. Ein Unternehmen kann etwa für Vertriebsanfragen einen Rückruf binnen vier Stunden festlegen und nach 24 Stunden an die Leitung eskalieren. Für eine Technikhotline oder eine Hotelrezeption gelten andere Dringlichkeiten, also auch andere Fristen.
Regeln lassen sich je Gruppe, Zeitfenster, Standort und Rolle setzen. Ein Anruf beim Kundendienst kann während der Öffnungszeiten im Team-Postfach landen und abends im Bereitschaftspostfach. Die Geschäftsleitung lässt sich jede Nachricht sofort melden, ein weniger dringender Bereich arbeitet mit einer festen Übergabe.
Das Verwaltungsportal sollte diese Regeln sichtbar machen. In einer grafischen Ansicht findet der Integrator schnell eine Schleife, eine widersprüchliche Weiterleitung oder ein Postfach, für das niemand zuständig ist. Zieht ein Standort um, ist die Änderung schnell eingetragen.
Messen Sie die ganze Kette, nicht nur die Zahl der Nachrichten. Ein Callcenter verfolgt zum Beispiel die Rückrufquote, die Zeit zwischen Ablage und erster Aktion und fehlgeschlagene Benachrichtigungen. Daran sehen Sie, ob es an der Bedienung, am Routing oder an der Verfügbarkeit hakt.
Die Voicemail wirkt am besten, wenn sie im richtigen Moment greift. Kommt sie zu früh, verliert ein Mitarbeiter einen Anruf, den er hätte annehmen können. Kommt sie zu spät, wartet der Anrufer, ohne zu wissen, wie lange noch. Sprachmenü, Warteschlange und Voicemail sollten Sie deshalb als einen einzigen Ablauf planen.
Das Sprachdialogsystem (IVR) erkennt das Anliegen. Die Warteschlange verteilt den Anruf nach Qualifikation, Priorität und Anwesenheit. Die Voicemail übernimmt, wenn die Überlaufregel greift, wenn der Anrufer selbst eine Nachricht hinterlassen will oder wenn die Abteilung geschlossen hat.
Ein Supportcenter legt zum Beispiel den Kundendienst auf Taste 1, mit einer Warteschlange aus Technikern, und den Vertrieb auf Taste 2, wo die Account-Manager die Anrufe bekommen. Wird die Wartezeit zu lang oder ist niemand frei, läuft der Anruf ins Team-Postfach über.
Die Nachricht sollte den Kontext des Routings behalten. Was über das Kundendienstmenü hereinkam, gehört als Kundendienstfall ins Postfach und nicht als allgemeine Vertriebsanfrage. Servicenummer, gewählte Sprache und Standort können mit der Nachricht an das Team übergeben werden.
Fünf Einstellungen entscheiden, wie sich dieser Ablauf für den Anrufer anfühlt:
Die Zeit bis zum Überlauf, gezählt in Klingeltönen oder Sekunden Wartezeit.
Die Länge der Ansage, kurz genug, damit der Anrufer dranbleibt.
Der Abgleich der Anwesenheit zwischen ACD (automatischer Anrufverteilung), Tischtelefonen und Apps.
Die Wahl des Postfachs: persönlich, fürs Team oder für die Bereitschaft.
Die Rückrufpriorität, abhängig von Abteilung und Anliegen.
Jede zusätzliche Menüebene kostet Sie Anrufer. Wer sich durch mehrere Menüs tippt, bevor er eine Person oder die Voicemail erreicht, legt oft auf, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Bieten Sie deshalb früh einen klaren Ausweg an, etwa einen Rückruf oder eine Nachricht mit vorgegebenen Fragen. Wie Voxbi ein Sprachmenü in der Cloud-Telefonanlage umsetzt, zeigt die Funktionsseite.
Bleibt die Frage nach dem Postfach. In einer Arztpraxis passt ein gemeinsames Postfach fürs Sekretariat, wenn jede Nachricht einen Zuständigen und eine Frist hat. Im Vertrieb hält ein persönliches Postfach die Beziehung zum Kunden bei einer Person. Halten Sie in beiden Fällen schriftlich fest, wer zugreifen darf und wann eskaliert wird.
Wer heute noch die Mailbox seines Netzbetreibers nutzt, hängt beim Abhören an dessen Bedingungen. Bei mehreren Standorten verteilen sich die Postfächer dann oft auf mehrere Anbieter. Eine Cloud-Telefonanlage bündelt das Routing an einer Stelle.

Klinik und Behörde brauchen beide Kontrolle, ihre Pflichten decken sich aber nur zum Teil. Eine Klinik schützt Patientendaten. Eine Kommune achtet zusätzlich auf Barrierefreiheit und auf die Aufbewahrung ihrer Akten.
| Anforderung | Gesundheitswesen und Schweigepflicht | Öffentliche Verwaltung und Archiv |
|---|---|---|
| Zugriff | Trennung nach Station, Rolle und Erforderlichkeit | Rechte nach Funktion und Dienststelle |
| Sprachinhalt | Verarbeitung nur im nötigen Umfang, Transkription mit Vorsicht | Transkription als Hilfe zur Barrierefreiheit, mit Prüfung der Textqualität |
| Aufbewahrung | Dauer nach Zweck, Vertrag und Richtlinie der Einrichtung | Dauer nach den geltenden Vorgaben zur Aktenführung |
| Infrastruktur | In Deutschland für Leistungserbringer und Kassen: unter anderem C5-Testat und Niederlassung im Inland (§ 393 SGB V) | Prüfung der Cloud-Vorgaben, die für die eigene Behörde gelten |
| Protokollierung | Verlauf von Abrufen, Exporten und Löschungen | Nachvollziehbarkeit von Kommunikation und Verwaltungsvorgängen |
| Löschung | Löschung nach geltendem Recht und nach Bedarf für Behandlung oder Nachweis | Löschung nach Archivregeln und gesetzlichen Ausnahmen |
Für Arztpraxen, Kliniken und Kranken- und Pflegekassen in Deutschland schreibt das Gesetz die Infrastruktur vor. § 393 SGB V erlaubt ihnen die Verarbeitung von Gesundheitsdaten über einen Cloud-Dienst unter mehreren Bedingungen. Dazu gehören: Die Verarbeitung findet in Deutschland, einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem gleichgestellten Staat statt, der Anbieter hat eine Niederlassung in Deutschland, und es liegt ein aktuelles C5-Testat für die eingesetzten Cloud-Systeme vor (C5 ist der Kriterienkatalog des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik) (seit Juli 2025 grundsätzlich vom Typ 2) oder ein Testat nach einem gleichwertigen Standard. Hinzu kommen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen. Lassen Sie sich diese Nachweise vorlegen, bevor Patientennachrichten auf einer Cloud-Voicemail landen.
In einer Klinik sollte jede Station ihr eigenes Postfach haben. Ein Team ohne Bezug zur Patientenaufnahme darf deren Nachrichten nicht sehen. Aufnahmen und Transkripte müssen verschlüsselt sein, Zugriffe protokolliert. Wo die eigenen Regeln es verlangen, sind Auftragsverarbeiter außerhalb der Europäischen Union ausgeschlossen.
In der Verwaltung zählt die Barrierefreiheit. Ein Transkript hilft einem schwerhörigen Mitarbeiter, ersetzt aber nicht die Prüfung auf Lesbarkeit, Vertraulichkeit und Richtigkeit. Außerdem sollte die Behörde unterscheiden: Eine Nachricht, die schnell bearbeitet werden muss, ist etwas anderes als ein Schriftstück, das zur Akte gehört.
Ein Voicemail-Postfach ist kein Archiv. Wie lange eine Nachricht bleibt, sollte aus einem dokumentierten Zweck folgen.
Einen Rahmen für diese Fragen liefert das Cloud-Sovereignty-Framework der Europäischen Kommission. Es beschreibt Daten- und KI-Souveränität als Schutz von Daten und KI-Diensten, die Kontrolle über sie und ihre Unabhängigkeit innerhalb der Europäischen Union, und fragt unter anderem, wie Daten gesichert sind und wo sie verarbeitet werden. Fragen Sie Ihren Anbieter entsprechend: Wo liegen die Daten, wer kann darauf zugreifen, wie werden Zugriffe geprüft, und wie wird endgültig gelöscht?
Bringt eine Plattform eine Transkription mit, ist die Einhaltung des EU AI Act damit nicht automatisch erledigt. Die IT-Leitung sollte selbst prüfen, welche Verarbeitungen, Rollen und Auftragsverarbeiter betroffen sind.
Ein Voicemail-System speichert mehr als Audio. Dazu gehören Rufnummern und Zeitstempel, oft Namen und Transkripte, manchmal auch sensible Angaben. Die Sicherheit muss deshalb den ganzen Lebenszyklus abdecken, vom Transport bis zur Löschung.
An diesen Punkten kann die IT-Abteilung ihre Prüfung festmachen:
Verschlüsselter Transport. Signalisierung und Anwendungsdaten sollten über geeignete Verfahren laufen, etwa SIP über TLS und HTTPS, sofern der Dienst sie unterstützt.
Geschützte Speicherung. Der Anbieter sollte die Verschlüsselung im Ruhezustand dokumentieren, zum Beispiel mit AES-256, und ebenso die Verwaltung der Schlüssel.
Mandantentrennung. Getrennte Mandanten verhindern, dass sich Daten verschiedener Organisationen mischen.
Rollenbasierter Zugriff. Telefonie-Administrator, Teamleitung und normaler Nutzer brauchen unterschiedliche Rechte.
Starke Anmeldung. Konten, die Nachrichten exportieren oder löschen dürfen, verdienen eine zusätzliche Absicherung.
Protokollierung. Abrufe, Exporte, Rechteänderungen und Löschungen sollten einen Zeitstempel tragen und einsehbar sein.
Nachweisbare Löschung. Eine Bereinigung muss einen prüfbaren Zustand hinterlassen, besonders nach einem Löschantrag.
Die Speicherdauer sollte verhältnismäßig bleiben. Ein Unternehmen kann eine kurze Frist festlegen, etwa 30 bis 90 Tage, und danach automatisch löschen. Diese Frist muss der Verantwortliche bestätigen und an den Zweck anpassen. Ausnahmen wegen eines Rechtsstreits oder einer gesetzlichen Pflicht sind schriftlich festzuhalten, eng zu begrenzen und regelmäßig zu überprüfen.
Mit der Transkription kommt Text dazu. Text ist leichter zu durchsuchen und weiterzugeben als Audio, dadurch entstehen aber auch mehr Kopien derselben Information. Nehmen Sie deshalb Audiodateien, Transkripte, Benachrichtigungen und jeden Export in Drittanwendungen ins Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten auf.
Bei einer Auskunftsanfrage müssen Sie die Aufnahme samt Metadaten finden und in lesbarer Form liefern können. Ein Löschantrag verlangt die endgültige Löschung, wenn keine Ausnahme greift. Für die Datenübertragbarkeit brauchen Sie ein Standardformat und einen Ablauf, der keine Daten anderer Personen preisgibt. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) kann erforderlich werden, wenn die Voicemail sensible Daten verarbeitet oder ein hohes Risiko für die Betroffenen birgt. Der Anbieter sollte dann prüfbare Angaben zum Hosting in der Europäischen Union, zu Auftragsverarbeitern, zu administrativen Zugriffen und zur Rückgabe der Daten bei Vertragsende liefern. Rechtsgrundlagen, Löschrechte und Fristen für die ganze Anlage behandelt der Beitrag zur DSGVO-konformen Telefonanlage.

Eine verlässliche Einführung beginnt mit einer Bestandsaufnahme: Welche Rufnummern, Gruppen und Abläufe gibt es, und wer ist wofür zuständig? Dabei tauchen oft alte Postfächer auf, um die sich niemand kümmert. Dort bleibt eine Nachricht einfach liegen.
Bestehende Telefonanlage erfassen. Weiterleitungen, Ansagen, Warteschlangen, Endgeräte und Abhängigkeiten vom Netzbetreiber aufnehmen.
Netz prüfen. Bandbreite, SIP-Latenz, Stabilität der Standorte und Ausweichwege kontrollieren.
Routing-Regeln festlegen. Zeiten, Prioritäten, Überläufe und Team-Postfächer so aufschreiben, dass sie auch dann funktionieren, wenn ein Mitarbeiter fehlt.
Ansagen vorbereiten. Texte, Sprachen, Schließzeiten und Notfallhinweise formulieren.
Rechte vergeben. Rollen, Zugriff auf Transkripte, Exportrechte und Speicherfristen einstellen.
Last und Ausfall testen. Gleichzeitige Anrufe, fehlende Mitarbeiter, den Ausfall eines Trunks und die Benachrichtigungen durchspielen.
Den Betrieb überwachen. Fehler, Zustellzeiten, gescheiterte Transkriptionen und unbearbeitete Nachrichten verfolgen.
Legen Sie jedes Serviceziel vor dem Start fest. Das Team kann zum Beispiel eine Zielverfügbarkeit von 99,9 %, eine Zustellzeit für Benachrichtigungen und eine Mindestqualität für Transkripte vereinbaren. Zu jedem Ziel gehören eine Messmethode und eine vertraglich verantwortliche Person.
Eine kurze Schulung erspart den Nutzern viel Ärger. Das Sekretariat sollte wissen, dass ein Transkript beim Sortieren hilft, ein Name, eine Adresse oder eine Vertragsnummer aber im Audio nachgehört werden muss. Die Teamleitungen sollten den Ablauf für Rückruf und Eskalation kennen. Die Administratoren brauchen einen Wiederanlaufplan und, wo nötig, einen zweiten Telefonieweg.
Die häufigsten Fallen lassen sich vor dem Start leicht testen. Ein Transkript, das niemand gegenprüft, kann eine falsche Telefonnummer weitergeben. Ohne automatische Löschung bleiben Nachrichten unter Umständen jahrelang im System. Hängt alles an einem einzigen Trunk, stehen bei einer Störung Anrufe und Nachrichten still. Eine lange Ansage vertreibt Anrufer, bevor sie erfahren, was sie tun sollen. Und ein gemeinsames Postfach ohne Verantwortlichen und Vertretung füllt sich, ohne dass jemand reagiert.
Messen Sie nach dem Start jede Woche die Zeit bis zur ersten Aktion, abgebrochene Nachrichten, Fehler bei Benachrichtigungen und neu zugewiesene Nachrichten. Vergleichen Sie am Ende der ersten Woche die gemessene Zeit bis zur ersten Aktion mit Ihrem Ziel und passen Sie dann die Überlaufregeln an.
Voxbi ist eine Cloud-Telefonanlage, die in der Europäischen Union entwickelt und gehostet wird. Die Voicemail ist dort ein Schritt im Anruffluss. Ihr Administrator setzt ihn im Voxbi Cockpit an die gewünschte Stelle: nach einer Rufgruppe, als direktes Ziel einer Rufnummer oder als Überlauf, wenn eine Warteschlange voll ist. Jedes Postfach kann eine eigene Ansage haben, als hochgeladene Audiodatei, selbst eingesprochen oder als getippter Text, den die Text-to-Speech-Engine vorliest. Nachrichten hören Sie in der Voxbi-App ab oder lassen sie sich als Audiodatei per E-Mail schicken.
Mit Voxbi One richten Sie die Anlage selbst ein, mit unseren Anleitungen, dem Handbuch zum Voxbi Cockpit und Support per E-Mail. Bei Voxbi Managed übernimmt unser Team Einrichtung und Betrieb, mit Telefon-Support und einem SLA mit Ausfallgutschrift. Die Preise beider Linien stehen auf der Preisseite.
Starten Sie eine kostenlose Testphase oder arbeiten Sie mit einem zertifizierten Voxbi-Partner.